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Douglas kaufen


06.04.2009
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Christoph Schlienkamp, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Douglas-Aktie (ISIN DE0006099005 / WKN 609900) unverändert mit "kaufen" ein.

Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 (1.10.2008 bis 31.12.2008) mit dem für die Gruppe wichtigen Weihnachtsgeschäft sei - in Anbetracht der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen - für die Analysten insgesamt zufriedenstellend verlaufen. Im Berichtszeitraum seien die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 4,3% auf gut 1,1 Mrd. Euro gestiegen. Auf vergleichbarer Fläche seien die Umsätze um 0,4% leicht hinter dem Vorjahresquartal zurückgeblieben. Zu dieser Entwicklung habe im Gegensatz zu früheren Jahren vor allem das stabile Inlandsgeschäft beigetragen, das jedoch die rückläufige Entwicklung im Ausland nur zum Teil habe kompensieren können.

In Deutschland hätten sich die Umsätze im Weihnachtsquartal um 3,3% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Auf vergleichbarer Fläche habe ein leichtes Umsatzplus von 0,1 Prozent erzielt werden können. Im Ausland hätten die weitere internationale Expansion der Parfümerien und die gute Entwicklung der Buchhandlungen zu einem Umsatzanstieg um 6,1% geführt. Allerdings seien die Umsätze im Ausland auf vergleichbarer Fläche um 1,4% zurückgegangen. Der Anteil der Auslandsgesellschaften am Konzernumsatz habe sich um 0,6 Prozentpunkte auf 34,7% erhöht.

Die Gruppe habe im ersten Quartal ein EBT von 132,5 Mio. Euro nach 140,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum erreicht. Die Umsatzrendite habe aufgrund der hohen Zahl an Neueröffnungen in den zurückliegenden zwölf Monaten sowie der verhaltenen Umsatzentwicklung im Ausland mit knapp 12% leicht unter dem Vorjahreswert von 13% gelegen. Das EBITDA habe im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 172,2 Mio. Euro nach 176,5 Mio. Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum erreicht.

Die EBITDA-Marge habe sich von 16,4% auf 15,3% reduziert. Der Steueraufwand habe sich im Berichtszeitraum um 1,0 Mio. Euro auf 44,9 Mio. Euro verringert. Insgesamt sei im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 ein Konzernüberschuss von 87,6 Mio. Euro nach 94,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum verblieben. Das Ergebnis je Aktie habe entsprechend bei 2,23 Euro nach 2,40 Euro im Vorjahr gelegen.

Der Geschäftsbereich Bücher habe im ersten Quartal durch eine Steigerung der Rohertragsmarge und ein intensiviertes Kostenmanagement einen höheren Ergebnisbeitrag (+10,3% auf 31,1 Mio. Euro) geleistet. Die Christ-Juweliergeschäfte hätten aufgrund der erfreulichen Umsatzentwicklung (+2,0%) und einer gestiegenen Rohertragsmarge ebenfalls das Vorsteuerergebnis des Vorjahres übertroffen (+3,0% auf 24,1 Mio. Euro). Der Modebereich habe durch die Realisierung von Kosteneinsparpotenzialen und einer ebenfalls verbesserten Rohertragsmarge ein EBT von 2,5 Mio. Euro nach 2,2 Mio. Euro im Jahr zuvor erreicht. Dagegen sei das EBT der Parfümerien aufgrund der schwächeren Like-for-like-Entwicklung (-0,2%) mit 71,2 Mio. Euro hinter dem Vorjahresergebnis von 77,7 Mio. Euro zurückgeblieben.


Die umgesetzte Lifestyle-Philosophie verfolge eine konsequente Kundenorientierung. Diese drücke sich in der Qualität des Services, der Quantität des Sortimentes und dem Ambiente aus. Die Expansion der Geschäftsfelder mit dem Ziel der Festigung bzw. dem Ausbau der Marktposition liege im Fokus der Unternehmensstrategie. Ein Einstieg in den Discountbereich sei überhaupt nicht denkbar. Für die Gruppe sei es wichtig, in den jeweiligen Märkten eine marktführende Position zu erreichen.

Vor diesem Hintergrund sei auch die schnelle internationale Expansion in den zurückliegenden Jahren zu erklären. Das Like-for-like-Wachstum müsse dabei jedoch mindestens bei 1,5% liegen, um die Kosteneffekte auszugleichen. Die Umsatzzuwächse würden im Konzern aus der Eröffnung neuer Ladengeschäfte stammen. Das Wachstum finde dabei in Osteuropa vor allem in Shopping-Centern statt, da es in vielen Städten in den dortigen Regionen keine ausgeprägte Highstreet-Kultur gebe.

Im Buchgeschäft wolle Thalia die Marge in Richtung 8% verbessern, was durch eine Optimierung im Bestandsmanagement erreichbar sein sollte. Im Buchbereich würden 80% des Umsatzes auf Bücher, entsprechend 20% auf buchnahe und damit nicht preisgebundene Produkte entfallen. Hier sehe Douglas die Möglichkeit, diesen Anteil auszuweiten. Wachstumschancen sehe die Gruppe im Schmuckgeschäft durch die Ausweitung des Angebotes mit aktuellen Top-Marken und Exklusivprodukten. Eine Veräußerung des Modebereichs sei zum jetzigen Zeitpunkt mehr als schwierig. Douglas dürfte deshalb zunächst an Appelrath & Cüpper festhalten und die Restrukturierung fortsetzen.

Wie erwartet habe Douglas die breite EBT-Guidance für das laufende Geschäftsjahr (2007/08: 147 Mio. Euro) von 100 Mio. Euro bis 150 Mio. Euro bestätigt. Zuletzt habe die Gruppe aber darauf hingewiesen, dass beide Endpunkte normalerweise nicht erreicht würden. Eine Konkretisierung der Guidance werde die Gruppe bei der Vorlage der Halbjahreszahlen Anfang Mai vornehmen, da dann das Ostergeschäft vorbei sei und eine höhere Visibilität für das Gesamtjahr bestehe.

Durch die Neueröffnungen sollte in der Gewinn- und Verlustrechnung jedoch ein Umsatzwachstum ausgewiesen werden. Die Guidance bleibe wie erwartet (Umsatz +3% bis 6%). Die Gruppe habe zuletzt erneut bestätigt, dass sie zudem auch in dem aktuell schwierigen Umfeld rund 140 Mio. Euro in das wertorientierte Wachstum und die Qualität ihrer Fachgeschäfte investieren werde. Insgesamt dürfte es den einzelnen Einheiten auch im laufenden Jahr gelingen, ihre jeweilige Marktposition zu festigen bzw. sogar weiter auszubauen.

Insgesamt würden die Analysten glauben, dass das Geschäftsmodell von Douglas im aktuellen Kapitalmarktumfeld deutlich stabiler sei als das ihrer Peer-Group. Die Analysten würden es deshalb für gerechtfertigt halten, wenn Douglas mit einem Aufschlag von 20% auf den Mittelwert der Peer Group notiere. Vor diesem Hintergrund errechne sich als Ergebnis ihrer Peer-Group-Analyse ein Kursziel von 33,00 Euro. Ihr DCF-Modell komme auf einen fairen Wert je Aktie von 41,00 Euro, wobei dieser Wert abhängig von der Spezifikation des Modells stark variieren könne. Das unveränderte Kursziel für die Aktie von 37,00 Euro entspreche dem Mittelwert beider Bewertungsmethoden.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen ihre Anlageempfehlung "kaufen" für die Douglas-Aktie. (Studie "MDAX-Guide Frühjahr 2009" vom 06.04.2009) (06.04.2009/ac/a/d)




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